Reisebericht:
Montenegro Albanien Griechenland Tour Juli 2009
von Annette:
Vieles zum Tourverlauf wurde in den anderen Reiseberichten bereits erwähnt. Auch ich war von der Tour hellauf begeistert und möchte im Folgenden gerne einige Notizen aus meinem Reisetagebuch über meine persönlichen Highlights aufschreiben:
Vorweg:
Auf erstaunte und entsetzte Fragen, warum ich ausgerechnet nach Montenegro, also Ex-Jugoslawien fahre, wo doch ständig Krieg sei, antworte ich immer, dass der letzte Krieg, der in Montenegro bzw. der damaligen montenegrinischen Teilrepublik stattgefunden hatte, der zweite Weltkrieg war. Weder der jugoslawische Bürgerkrieg 1991-95 noch der Kosovokonflikt 1999 fanden auf montenegrinischem Boden statt.
Und da auch Serbien am 15. Juni 2006 Montenegros Unabhängigkeit offiziell anerkannte, sind auch diesbezüglich keine Unstimmigkeiten zu befürchten.
Und nun zur Tour:
Montengro:
... nach einer wunderschönen und fahrerisch anspruchsvollen Bergstrecke erreichten wir das weiße Felsenkloster Ostrog.
Das Kloster, das in 900 Metern Höhe direkt an den Felsen gebaut wurde, wurde 1665 errichtet. Bemerkenswert ist, dass es nicht nur den Orthodoxen als Heiligtum gilt, sondern auch von Katholiken und sogar Moslems als Heilige Stätte anerkannt und respektiert wird.
Um den korrekten Kleiderregeln gerecht zu werden, haben wir schnell über das Top ein Hemd übergezogen und die Short samt Knien mit einem Strandtuch verhüllt.
Vor dem Kloster erwarben wir erstmal Bienenwachskerzen und erhielten als Dreingabe Weihwasser und Öl. Die Kerzen, kaum dicker als ein Handyladekabel, brachten wir schnell in den dafür vorgesehenen Raum - bei der Hitze war es gar nicht so einfach, dass diese nicht schmelzen - zündeten sie an und steckten sie in das flüssige Wachs am Boden der Kerzentische. Durch den Rauch der unzähligen Kerzen, die bis heute hier entzündet wurden, sind Wände und Decken schwarz-grau, was dem Ort im Kerzenschein eine mystische Stimmung verleiht.
Dann folgte ein Rundgang durch die zugänglichen Teile des Klosters. Auffallend war, dass Gläubige hier überall Geld (Münzen und Banknoten), Ketten etc. abgelegt haben, wohl damit ihre Gebete erhört und die Sünden vergeben werden. Sogar auf den offenen Fensterbrettern und auf der Dachbrüstung lagen die Spenden. Wie viel davon jedoch liegen bleibt oder in die Hände anderer (Un)Gläubiger wechselt, weiß wohl nur der Hausherr selbst.
Auf dem Weg zurück, den wir mit unseren Buschtaxis zurück legten, trafen wir wieder die sog. echten Gläubigen, die zu Fuß zu der Kirche hinaufpilgerten, bei diesen Temperaturen der Weg als wahres Opfer - der Parkplatz vor der Kirche war übrigens nur Nicht-Gläubigen und Behinderten vorbehalten. Wir sahen diese Aburteilung unserer selbst eher pragmatisch, war uns doch dadurch der beschwerliche Fußweg erspart geblieben - wobei ich selbstverständlich denen, die diese Strapazen aus Glaubensgründen auf sich nehmen, Respekt und Bewunderung zolle ...
... mittags erreichten wir eine Frau, die montenegrinischen Käse herstellt und verkauft. Auf ihrem Hof - zwei kleineren Häuschen - angelangt, wurden wir von ihr, ihrem Mann und ihren drei Kindern begrüßt.
Dann zeigte uns die Frau als erstes ihr heu-bedecktes Schnee-Wasser-Lager, in dieser abgelegenen Gegend eine lebensnotwendige Einrichtung. Im Sommer kann es oft mehrere Monate nicht oder kaum regnen, im Winter liegen jedoch bis zu 1 - 3 Meter Schnee, der dann auch im Sommer noch seinen Nutzen hat.
Dann wurden wir ins Wohnhäuschen gebeten, wo uns erst einmal ein Willkommens-Slivovice gereicht wurde, eine Geste der Gastfreundschaft, die wir nicht ablehnen konnten (und wollten).
Nach dem Anstoßen ging´s dann ab ins Käse-Häuschen, wo in Fässern der Käse vor sich hin reifte. Wir bekamen gleich jeder eine Kostprobe der beiden Käsesorten Skorup (ein Weichkäse) und Sir (ein Hartkäse) und ließen uns begeistert von beiden ein großes Stück in unsere Plastikschalen geben. Der Handel war perfekt und der Preis niedrig. Die nächsten Tage hatten wir jetzt genug Käse zum Essen.
Doch das war noch nicht alles: Anschließend ging´s zurück ins Wohnhaus (ein kleiner Raum mit fünf Schlafgelegenheiten, einem Tisch, zwei Bänken und hinter einem Vorhang eine Küche mit Waschgelegenheit) wo uns üppig aufgetischt wurde: Es gab selbstgebackenes Brot, Skorup und Sir, starken Kaffee mit Bodesatz, Slivovice und eine weitere Spezialität: Cicvara, der an unseren deutschen Grießbrei erinnert, warm und mit Zucker - ein Hochgenuss.
Wir aßen und aßen, unterhielten uns mit Hilfe unseres einheimischen Begleiters mit unseren Gastgebern und die Zeit verging wie im Fluge.
Unsere Gastgerber nennen einen kleinen Zoo ihr Eigen - Schafe, Ziegen, Kühe, Hunde und Pferde sichern den Lebensunterhalt, bewachen Hab und Gut und dienen als Transportmittel.
Die Teller wurden abgetragen und dann stand auf dem Tisch plötzlich - wir trauten unseren Augen kaum - eine Schüssel mit selbst gemachtem Popcorn. Da dieses um Klassen besser war als das Zeug, das es bei uns in so manchen Kinos zu kaufen gibt, langten wir auch da begeistert zu, während die Kinder mit gro0en Augen die Schokolade aßen, die sie von Mex bekommen hatten.
Dann hieß es auch schon Abschied nehmen, denn wir hatten noch ein gutes Stück Fahrt vor uns ...
... Nach traumhaften Kilometern mit gigantischer Aussicht und viel Fahrspaß begannen wir dann mit der Suche nach einem Platz für die Nacht. Da wir nicht mehr im Gebiet des Nationalparks waren, war Wildcamping angesagt: Mex zeigte uns einige Plätze, einer idyllischer als der andere - und schließlich hatten wir unseren Traum-Platz gefunden: Auf einem Berg mit viel Wiesen und Blumen, phänomenaler Fernsicht und umgeben von Schafen und Pferden würden wir im Schoß von Mutter Natur mit Sicherheit sehr gut schlafen.
Die Hügellandschaft lockte auch zu kleineren oder größeren Spaziergängen, ein angenehm kühlender Wind ließ die Hitze nicht merken.
Zwischenzeitlich sind auch schon zwei Hirtenhunde vorbeigekommen, die natürlich auch wissen wollten, wer sich da auf ihren Wiesen niedergelassen hatte. Wir wurden kurz beschnüffelt und dann wohl für harmlos befunden, denn die beiden machten sich gleich darauf wieder gemächlich davon.
Bald zog dann auch die Schafherde vorbei bergab zu ihrem Schlafplatz, kurz darauf kamen ein paar Ziegen vorbei, schließlich noch einige Kühe mit zum Melken vollen Eutern. Dann galoppierte auch noch eine Herde von Pferden an uns vorbei Richtung Tal.
Und dann kam noch ein letzter Besucher: eine besonders neugierige Kuh, die ihrer Herde wohl hinterher getrödelt war, stand plötzlich bei unserem Buschtaxi und wollte dessen Inhalt genauer inspizieren. Mex und Klaus scheuchten sie daraufhin Richtung Tal, ihrer Herde hinterher - eine wahre Cowboy-Einlage unserer beiden Männer.
Ein weiteres Highlight war dann noch der Sonnenuntergang, den wir von unserem "Wohnzimmer" aus beobachten konnten. Dies allerdings erst, nachdem ich Klaus und unseren montenegrinischen Begleiter, die gerade über Schrauben und Muttern fachsimpelten, von den Buschtaxis aufgescheucht hatte.
Die Sonne wurde zum roten Feuerball und verschwand dann hinter den Bergen.
Nachdem wir bald darauf noch die ersten Sterne begrüßt hatten, gingen auch wir in unsere Zelte, kuschelten uns in unsere Schlafsäcke und glitten sanft hinüber ins Reich der Träume.
... Bald hieß es Abschied nehmen vom Land der schwarzen Berge, einem Land, dessen vielfältige Natur und gastfreundliche Menschen sofort unser Herz gewonnen haben.
All dies in meinem kleinen Tagebuch festzuhalten ist meine Art zu sagen:
Danke Montenegro - und auf Wiedersehen.
Dovidenja
crna gora
Albanien:
... der erste Eindruck von Albanien: sehr südländisch, chaotisch, auf den Straßen ein ständig hupendes und gestikulierendes Gewirr aus alten und neuen Autos, Pferdefuhrwerken, Radfahrern, Fußgängern und einigen fahrbaren Untersätzen, die sich nicht ganz zuordnen lassen ...
... Während ich dies schrieb, fuhren wir gerade an einer der zahlreichen Moscheen vorbei, deren Minarette stolz in den Himmel ragen. Doch auch christliche Kirchen habe ich schon entdeckt - Vielfalt der Kulturen ...
... Dann hatten wir auch schon die Stadt Kruje erreicht und fuhren durch die engen Gassen bergauf zum Skanderbeg-Museum in der Burg Kruja.
Skanderberg schlug im 15. Jahrhundert als Feldherr so manche Schlacht gegen die Türken.
Von ihm ist folgende Legende überliefert: In der zweiten Schlacht gegen die türkische Belagerung waren die Albaner in der Unterzahl. Nur eine List konnte die Menschen, die in der Festung in arge Bedrängnis geraten waren, noch retten. Deshalb befestigte Skanderbeg an den Hörnern von Ziegen angezündete Kerzen und trieb die Herde in eine enge geheime Schlucht. Die Türken wurden so getäuscht und folgten den Ziegen, die sie für Albanier hielten, in die Schlucht. Als sie dann von Skanderbergs Truppen von hinten angegriffen wurden, saßen sie in der Falle und es gab kein Entrinnen mehr. Die Türken wurden besiegt und Skanderberg trug seitdem auf seinem Helm einen Ziegenkopf.
Der Nationalheld starb am 17. Januar 1468 in Lezhe an Malaria und wurde dort in der Kathedrale des heiligen Nikolaus begraben ...
... Mein persönliches Highlight in Kruje war jedoch das Völkerkundemuseum. Dort wurden Werkzeuge der damaligen Zeit, zum Teil noch im Original erhalten, ausgestellt und von einem älteren Herrn in englischer Sprache erklärt. Es gab Werkzeuge zur Nahrungsmittelherstellung und -verarbeitung, aber auch zur Fertigung von Kleidungsstücken sowie für Gewerke anderer Berufsgruppen.
Desweiteren war das Haus einer Familie höheren Standes nachgestellt sowie die Unterkunft einfacher Bauern.
Ein wirklich lohnenswerter und interessanter Einblick in die albanische Kultur und Vergangenheit ...
... Dann noch etwas Schotterpiste mit Bergblick, ein wenig Teerstraße und schon hatten wir unser Hotel erreicht, wobei orientalische Burg die treffendere Bezeichnung ist.
Das ganze Gebäude ist derartig unbeschreiblich - man muss es erlebt haben. Der Hauptsaal ist mit üppig-orientalischen Malereien geschmückt, die Zimmer sind in verschiedenen Farben gehalten, Wände und Bettzeug aufeinander abgestimmt.
Ein ausgezeichneter Ort, um von der Hitze des Tages zu relaxen, Musik und Vogelgezwitscher untermalten das orientalische Ambiente.
Das Abendessen wurde auf der großen Terrasse serviert, albanisch-italienische Spezialitäten mundeten ganz vorzüglich.
Das war mit Sicherheit eines der außergewöhnlichsten Hotels, die ich in Europa bisher erlebt habe. Wie wir erfahren haben, wird es gerne auch von albanischen Politikern und Staatsgästen genutzt.
Am nächsten Morgen gab es dann noch ein ausgiebiges Frühstück im Hauptsaal mit Milch, Honig, getoastetem Weißbrot, Käse und hart gekochten Eiern und schon war es Zeit, unsere orientalische Burg wieder zu verlassen.
Am Fuße des "Burgbergs" befand sich dann auch schon das erste Highlight des Tages: Eine alte Stahlbrücke, die über einen Fluss geht.
Im gebührenden Abstand von 50 Metern fuhren wir über die alten Holzplanken, aus denen die "Fahrbahn" bestand und die zwischendurch notdürftig mit Brettern geflickt waren.
Auf dem Rückweg bin ich dann zum Fotografieren der Buschtaxis vorausgegangen - da war mir dann das wenig vertrauenserweckende Konstrukt so richtig deutlich vor Augen, an einigen Stellen konnte man durch die mehr oder weniger großen Löcher das Flussbett sehen - und das, wo ich doch nicht schwindelfrei bin ... so war ich dann auch froh, an einem der steinernen Brückenpfeiler wieder ins Buschtaxi steigen zu können und den Rest der Weges auf vier Rädern zurück zu legen.
Da nun schon mal ein Flussbett samt Fluss in Reichweite war, wurde dieses auch gleich erkundet - nebst obligatorischer Flussdurchfahrt. Deutlich sichtbares Ergebnis: Unsere Buschtaxis tragen jetzt schlammig-braune Flecken ...
... Danach fuhren wir zum historischen Ort Orikumi, der in einem militärischen Sperrgebiet liegt. Nach dem wir die kurzen Einreiseformalitäten hinter uns gebracht hatten (von jedem Buschtaxi wurde ein Ausweis einbehalten), ging´s auch schon durch den Stützpunkt Richtung alte Siedlung.
Auf dem Weg dorthin konnten wir alte Motorboote, Kanonen und die immer noch verwendeten Truppenunterkünfte (von außen) sehen - nebst der obligatorischen Bunker.
Dann öffnete unser Guide, der uns durch das Sperrgebiet begleitete, ein weiteres Eisengitter - und dann waren wir auch schon mitten in der Ausgrabungsstätte. Dort konnten wir dann Überreste der Akropolis und des Theaters besuchen, die im ersten Jahrhundert vor Christus erbaut worden waren, sowie einige kleinere Ruinen.
Unser Guide erklärte uns mit Händen und Füßen, wo welche Gebäude gestanden hatten und pflückte später noch Feigen von einem Baum, die er uns dann schenke. Frische Feigen sind schon etwas Herrliches!
Auf dem Rückweg ging´s dann wieder entlang am Strand, auf welchem außer Panzersperren nichts zu sehen war. Ob die Soldaten den Strand (in Friedenszeiten) wohl auch zum Baden nutzten, oder ob er vermint ist, werden wir wohl nie erfahren ... jedenfalls liegt der Ort strategisch sehr günstig am Fuße des Gebirges und in der Nähe des Meeres, so dass ein natürlicher Hafen vorhanden ist.
Nach Verlassen des Sperrgebiets kam uns der sofort nach der Mauer beginnende Badestrand noch überfüllter vor als auf der Hinfahrt - ein krasser Gegensatz zur gerade erlebten Einsamkeit ...
Was bleibt zu sagen: Wir verlassen Albanien, ein Land, das lange Zeit total isoliert war und jetzt langsam versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Ein Land, das schon langsam im Aufbruch ist, das aber wohl noch eine lange Zeit braucht, um auf die Füße zu kommen und das zu erreichen, was es sich für seine Zukunft vorstellt. Ich hoffe, dass Albanien es bald schafft, sich von den Lasten der Vergangenheit zu befreien. Die Leute hätten es wirklich verdient.
Mirupafshim Shiperia
Auf Wiedersehen Albanien
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! - Hallo Griechenland, hier bin ich wieder.
Den südlichen und mittleren Teil bis Meteora hatte ich schon früher bereist, so dass ich mich jetzt um so mehr freute, den Norden Griechenlands kennen zu lernen ...
... Die Fahrt durch das Epirus Gebirge war dann auch sehr beeindruckend, die Aussicht atemberaubend. Wir folgten einem (alten) Schmugglerweg, der oft und gerne für den illegalen Grenzverkehr mit Albanien benutzt wurde (und vielleicht auch heute noch wird).
An einer Stelle konnte man besonders gut nach Albanien rübersehen - dies war die kürzeste Distanz zum Nachbarland, das wir erst vor kurzem wieder verlassen hatten ...
... Kurze Zeit später kamen wir zu einer alten Steinbrücke, die über einen kleinen Fluss führte. Wir überquerten die Brücke zu Fuß mit dem ehrfürchtigen Gefühl, ein Bauwerk unter unseren Füßen zu haben, das Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende überdauert hatte.
Dann kühlten wir unsere Füße im kristallklaren und eiskalten Fluss, bevor wir uns auf den Rückweg machten ...
... weiteres Ziel war die Perama-Höhle in Ioannina.
Auf engen Gängen ging es bergauf-bergab, vorbei an Stalagmiten und Stalagtiten, an versteinerten Wasserfällen und vielerlei Gebilden, die die Zeit aus den Steinen geformt hatte.
Die Höhle erstreckt sich auf einer Fläche von 14.800 Quadratmetern, der Weg, dem wir auf unserer Besichtigung folgten, war etwa 1.500 Meter lang.
Nach einer dreiviertel Stunde kannten wir dann auch die Namensvetter der Freiheitsstatue und des schiefen Turms von Pisa - bekannte Gebäude, die bei der Namensgebung Pate standen für steinerne Monumente.
Wir hatten schon viele Höhlen gesehen, aber jede ist auf ihre Art einzigartig und ein neues, faszinierendes Erlebnis ...
... auf unserer Tour durch das Epirus-Gebirge genossen wir ein gigantisches Bergpanorama und befuhren viele kleine anspruchsvolle Wege - also all das, was das Herz des Offroaders begehrt.
Und was wir an Tieren sahen, war durchaus geeignet, einen kleinen Zoo zu füllen: Pferde, Hühner, Kühe, Schafe, Schweine, Ziegen, Schildkröten, Frösche und was sonst noch so alles kreucht und fleucht.
Wir fühlten uns im Land des Odysseus wie auf dessen Spuren.
... Bald stand mal wieder die Kultur auf dem Plan. Wir fuhren nach Dodona, eine Ausgrabungsstädte, die erstmalig wohl ca. 2.000 vor Christus besiedelt worden war.
Dodona war eine Orakelstätte, in welcher von Priestern die Orakelsprüche verkündet wurden. Diese hörten die Stimme der Götter wohl in den rauschenden Blättern einer großen Eiche.
Bei Homer spielt sie in seinen beiden großen Dramen eine Rolle.
In der Ilias wendet sich Achill mit den Worten "Zeus, König von Dodona" an den Göttervater und auch in der Odyssee wird das Orakel in Anspruch genommen: "Odysseus besucht das Heiligtum, um die Eiche zu fragen, wie er nach Ithaka zurückkehren werde".
Neben dem Orakel gibt es in Dodona auch noch ein großes Theater, das damals 18.000 Zuschauern Platz bot und von König Pyrrhus im dritten Jahrhundert vor Christus erbaut wurde.
Nachdem wir Dodona verlassen hatten - die Stimmen der Götter hatten mangels Wind heute nicht zu uns gesprochen, ging´s weiter durch das Epirusgebiet ...
... Heute begann dann auch schon der letzte volle Tag in Griechenland.
Da ich sehr früh wach war, nutzte ich die Gelegenheit für ein morgendliches Bad im Meer, das zu dieser Zeit noch menschenleer war.
Die gleichmäßige Bewegung der Wellen vermittelte mir das Gefühl, vom Meer in den Arm genommen zu werden.
Landeinwärts konnte ich die Sonne über den Bergen aufgehen sehen, ihr morgendlicher Schein setzte sich als Linie in den Wellen fort.
Auch dieser Augenblick ist in mein Gedächtnis gebrannt - eine Erinnerung, die, wie so viele auf dieser Reise, lange anhalten wird.
Eine wirklich schöne Tour




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